Preisdruck im Objektgeschäft
Shownotes
In dieser Folge: • Warum öffentliche Ausschreibungen den Qualitätsbetrieb benachteiligen • Preisunterschiede von 35–40 % und ihre Konsequenzen für Auftraggeber • Bürokratielast: 90 Seiten Unterlagen, fünf Seiten Leistung • Strategie für den Mittelstand: selektiver bieten, Empfehlungsgeschäft stärken
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00:00:00: Kennen Sie das?
00:00:01: Eine Ausschreibung, sorgfältig
00:00:03: kalkuliert
00:00:04: und am Ende gewinnt ein Anbieter dessen Preis kaum das Material deckt.
00:00:09: Willkommen beim BTH-Heimtex Podcast!
00:00:12: Heute schauen wir genau
00:00:13: dorthin wo es wehtut – in den Preistruck im Objektgeschäft und was er für mittelständische Betriebe wirklich bedeutet.
00:00:23: Objekt ist für viele Handwerksbetriebe und Fachhändler ein attraktives Geschäftsfeld größere Aufträge, planbare Projekte, professionelle Auftraggeber.
00:00:33: So weit die Theorie!
00:00:35: Die Praxis sieht in Teilen anders aus und das hat vor allem mit einem Faktor zu tun – dem Preis.
00:00:42: Bei öffentlicher Ausschreibung entscheidet heute in vielen Fällen das günstigste Angebot.
00:00:48: Qualität, Erfahrung, Referenzen – sie stehen zwar in den Unterlagen spielen aber oft erst dann eine Rolle wenn etwas schiefläuft.
00:00:56: Und das tut es auch.
00:00:59: Betriebe, die sauber kalkulieren mit ausreichend Personal ordentlicher Untergrundvorbereitung realistischen Zeitpuffern verlieren gegen Anbieter deren Preise, die tatsächliche Leistung schlicht nicht abbilden können.
00:01:13: Die Preisunterschiede liegen dabei nicht bei fünf oder zehn Prozent.
00:01:17: Fünfunddreißig bis vierzig Prozent sind im Markt keine Seltenheit.
00:01:22: Was passiert dann?
00:01:27: Gespart wird an den unsichtbaren Dingen, Untergrundvorbereitung, Spachtelmassen, Sorgfalt bei der Ausführung.
00:01:35: Das sieht am ersten Tag ordentlich aus – langfristig kommt es zurück als Reklamation, als Nacharbeit und dann zahlt er Auftraggeber entweder für die Beseitigung der Mängel oder einen zweiten Betrieb, der die Baustelle ordentlich zu Ende bringt.
00:01:51: Was zunächst wie ein Sparerfolg aussah, wird zur teuersten Entscheidung des Projekts.
00:01:57: Wer ausschließlich auf den günstigsten Preis setzt, zahlt am Ende oft doppelt – nur eben später und an anderer Stelle.
00:02:05: Hinzu kommt die bürokratische Last.
00:02:08: Öffentliche Ausschreibungen umfassen heute schnell achtzig oder neunzig Seiten Unterlagen.
00:02:13: Der eigentliche Leistungsumfang macht davon vielleicht fünf Seiten aus!
00:02:18: Der Rest sind Vertragsbedingung, Tariftreue, Nachhaltigkeitsanforderungen, Haftungsfragen….
00:02:25: Jede Kalkulation kostet Zeit und Geld, auch wenn der Auftrag am Ende nicht gewonnen wird.
00:02:32: Für mittelständische Betriebe stellt sich deshalb die Frage sehr konkret – wo biete ich überhaupt mit?
00:02:39: Die Antwort, die man in der Branche hört, selektiver werden!
00:02:43: Projekte bis zu einer bestimmten Größe bei denen aggressive Großanbieter kein Interesse haben.
00:02:49: Direkt an Fragen über Empfehlungen statt Portale und ein stärkerer Fokus auf das Privatkundengeschäft, weil dort Qualität, Beratung und Verlässlichkeit stärker gewichtet werden als der niedrigste Preis.
00:03:04: Das ist keine Kapitulation vor dem Markt – es ist eine strategische Entscheidung!
00:03:09: Und sie zeigt, wer im Objektgeschäft erfolgreich bleiben will muss nicht jeden Auftrag gewinnen sondern die richtigen.
00:03:18: Mehr zu diesem Thema finden Sie in der aktuellen Ausgabe von BTH Heimtex Nummer sechs, zweitausendsechsundzwanzig.
00:03:26: Wir stellen darin aktuelle Produkte für das Objektgeschäft vor – von Bodenbelegen über Wandbekleidung bis zum Sonnenschutz und zeigen wie sie in realen Projekten eingesetzt werden.
00:03:38: Die Ausgabe ist für Abonnenten auch digital verfügbar auf bth-heimtex.de.
00:03:46: Bis zur nächsten Folge!
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